Alle 42: Günter Zellner besteht erste Nominierungs-Hürde

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Bürgermeister-Kandidatur – „Einer für alle auch nachts und in Not“ - Nominierungsversammlung für alle Töginger im Müllerbräu – Harrer kündigt fairen und harten Wahlkampf an

Töging (rob). Ein Bürgermeister für alle Töginger und das rund um die Uhr, sagen was geht und was nicht in einer weiter „liebens- und lebenswerten Stadt“ – so hat Günter Zellner, derzeit Dritter Bürgermeister, seine Vorstellung vom Amt des Ersten Bürgermeisters formuliert bei der Nominierungsversammlung für die Kommunalwahl am Freitagabend im Gasthaus Müllerbräu.

42 von 42 möglichen Stimmen hat Günter Zellner für seine Bewerbung als SPD-Bürgermeisterkandidat bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 erhalten. Bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins durften auch Nicht-Mitglieder mitstimmen – 16 Besucher nutzten die Gelegenheit.

Zellner will die Reihe „erfolgreicher SPD-Bürgermeister“ im Jahr 2020 fortsetzen – nach Franz Förg, Mas Saalfrank und Horst Krebes, die 56 Jahre die Stadt mitunter in Krisenzeiten gestaltet haben, wie zuletzt Krebes nach dem Niedergang der VAW.

„Ich will Erster Bürgermeister werden“ – der Satz am Anfang seiner Bewerbungsrede für das Amt löste am Freitagabend Beifall aus. Der 50-jährige Zellner lebt seit 20 Jahren in Töging, nimmt hier seit fünf Jahren die Aufgaben des Dritten Bürgermeisters wahr, und arbeitet als Regionsgeschäftsführer Oberbayern beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Zellner ist ehrenamtlicher Richter bei der AOK Rentenversicherung.

Bürgernähe, Repräsentant aller Töginger, Bürgerbeteiligung, offen sein für Neues, das Amt ehrlich verkörpern, kommunikations- und kompromissfähig, konsensorientiert, Toleranz, Solidarität, Motor sein, die Fähigkeit sich in Dinge reinzuarbeiten, da sein, wenn es Probleme gibt – Zellner sagt „ich kann Bürgermeister und deswegen stelle ich mich auch zur Verfügung“. Die Besucher im Müllerbräu-Saal kommentierten dies wieder mit Beifall – nicht zum letzten Mal an diesem Abend.

Zellner sieht Herausforderungen für die Stadt inmitten zweier Landkreise sowohl durch den gesellschaftlichen Wandel und kulturelle Veränderungen, nicht nur bei Vereinen und dem Jugendtreff. Töging müsse als „liebens- und lebenswerte Stadt“ erhalten bleiben, als Stadt, in der sich „alle wohlfühlen“. Ein Schritt dafür ist Zellner zufolge der Erhalt manch freiwilliger Leistungen – diese seien „das Salz in der Suppe“, angefangen bei der Gestaltung von Verkehrsinseln bis zum Erhalt des Freibades.

Dass sich Zellner schon lange für die Stadt einsetzt, macht der Kandidat auch an seinem Engagement beim Förderverein für den Kindergarten fest, dem er weiter diene, auch nachdem die eigenen Kinder dort längst weg seien. Überhaupt will Zellner Jugendlichen nicht nur Ausbildung ermöglichen – sie sollten auch danach eine Anstellung in der Stadt finden. Die Gewerbesteuer der Selbstständigen wie großer Unternehmen sieht Zellner als Notwendigkeit – aber diese Betriebe prägten auch das Leben in der Stadt. Die Arbeitsplätze sind für Zellner gar ein „Markenzeichen“ der Stadt.

Zellner versprach für die Bürger da zu sein, auch nachts und in Stunden der Not. Das Amt des Bürgermeisters sei Last und Bürde – aber auch „große Würde“, so Zellner.


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